Schock gut verdaut

ITALIAN CHALLENGE – 1. RUNDE: Lukas Nemecz bringt sich beim hochdotierten Challenger im Terre Dei Consoli GC mit einer 70 gut in Position. Auch Manuel Trappel liegt auf Cutkurs.

Nach zuletzt drei Nullnummern und mit Lukas Nemecz als bestem Österreicher auf Position 62 im Ranking, ist die Challenge Tour heuer bislang das Sorgenkind. Noch dazu sind praktisch alle heimischen Spieler auf Tauschkarten angewiesen, mit Ausnahme von Martin Wiegele, der mit einer Medical Extension zu mehr Startchancen kommt, aber zuletzt auch weit von Bestform agierte. Der hoch dotierten Challenger nördlich von Rom, wo 300.000 Euro Preisgeld ausgespielt werden, wäre eine perfekte Gelegenheit zum Turnaround. Gespielt wird in Terre dei Consoli, wo die Challenge Tour zuletzt vor drei Jahren gastierte und Wiegele einen 42. Platz erreichte.

Gute Ausgangslage

Lukas Nemecz zeigt sich in der frühen Phase des Turniers von seiner ganz sicheren Seite. Mit allererster Startzeit ausgestattet, beginnt der Steirer mit soliden Pars, ehe er das zweite der beiden aufeinanderfolgenden Par 5 Bahnen zum ersten Birdie überreden kann. Auch danach lässt er nichts anbrennen, nimmt weitere souveräne Pars mit und kommt so im zartrosa Bereich auf den ersten neun Bahnen an.

Dort rutscht er dann jedoch mit einem Bogey am langen Par 4 der 1 wieder auf den Ausganspunkt zurück. Zwar geht sich dann auf der 4 das nächste Birdie aus, ein darauffolgendes Doppelbogey nach einem Drive ins Rough und einem darauffolgenden Querpass in den Fairwaybunker droht die Runde aber unangenehm werden zu lassen. Lukas schüttelt den Schock aber schnell ab und da er seinen Erstrundenauftritt mit einem Birdietriplepack beendet, geht sich am Ende sogar die 70 (-2) aus, mit der er sich als ca. 25. in durchaus vielversprechende Position bringt.

“Das Finish war natürlich klasse. Es hat hier 34 Grad und es weht so gut wie kein Wind. Demenstprechend drückend heiß ist es hier und noch dazu ist am Platz kein Schatten, was es wirklich zu Herausforderung macht in dieser Woche. Ich hab bis aufs Doppelbogey sehr gut gespielt und die Chancen auch genützt wenn sie da waren”, fasst er die Auftaktrunde zusammen.

Zurückgedreht

Zeitgleich mit Landsmann Lukas Nemecz startet Manuel Trappel auf den Frontnine ins Turnier und findet sich mit zwei anfänglichen Bogeys nur eher problematisch zurecht. Danach aber stabilisiert der Vorarlberger sein Spiel rasch und kann bis zum Turn einen der aufgerissenen Schläge wieder weghobeln.

Auf der hinteren Platzhälfte droht die Runde dann nach einem weiteren Bogeydoppelpack eine richtig unangenehme Richtung einzuschlagen. Doch Manuel findet noch rechtzeitig die Reißleine, arbeitet sich mit zwei Birdies in Folge wieder zurück und kann auf der 18 sein Score tatsächlich noch ausgleichen. Mit der 72 (Par) legt er sich als in etwa 45. eine durchaus gute Position auf um aus Italien Preisgeld mitnehmen zu können.

Aufholbedarf

Martin Wiegele beginnt seine Runde zwar ziemlich unaufgeregt, tritt sich am Par 3 der 12 aber ein Bogey ein und rutscht so schon früh in den Plusbereich zurück. Lange lässt die Antwort aber nicht auf sich warten, denn schon die 14 (Par 5) spendiert ihm den Ausgleich, den er danach gekonnt die Backnine über verwaltet. Kaum auf den ersten neun Bahnen angekommen wird es dann aber zusehends farbenfroher, denn Martin rutscht zunächst mit einem Bogey auf der 1 wieder zurück, kann jedoch erneut drei Bahnen später recht rasch wieder augleichen.

Richtige Stabilität bringt aber auch das zweite Birdie nicht, denn schon das Par 3 der 6 entpuppt sich mit dem nächsten Fehler wieder als Spielverderber. Da es sich am Ende dann noch ausgerechent am Par 5 der 9 noch ein Bogey gemütlich macht, muss er sich zum Auftakt mit der 74 (+2) zufrieden geben, die ihm als ca. 105. bereits einen Rückstand auf die Cutlinie einbrockt.

“Es ist echt sehr bitter derzeit. Ich arbeite gut und viel und ich denke auch an den richtigen Sachen aber es läuft absolut gar nichts zusammen. Nach 14 Löchern bin ich heute 1 über gelegen und hätte normal um einiges besser liegen müssen. Ich hatte das Gefühl mein Spiel unter Kontrolle zu haben und wirklich gedacht, dass ich auf den letzten vier Bahnen, die eher zu den einfacheren gehören, noch unter Par spielen werde und dann mach ich so ein Unfinish! Ich muss jetzt gut trainieren am Nachmittag und an morgen glauben”, fasst Martin Wiegele seine erste Runde enttäuscht zusammen.

>> Leaderboard Italian Challenge

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