Top 10 in Sicht

EURAM BANK OPEN – 3. RUNDE: Lukas Nemecz und Lukas Lipold arbeiten sich am Samstag im GC Adamstal zu 68er Runden und haben damit vor den letzten 18 Bahnen die Top 10 klar in Sicht. Timon Baltl und Markus Brier müssen sich mit schwarzen Runden begnügen.

Mit Lukas Nemecz, Lukas Lipold, Timon Baltl und Markus Brier steht aus österreichischer Sicht eine durchaus interessante Mischung aus jungen Professionals und arrivierteren Spielern im Moving Day des heimischen Double-Batch Events in Adamstal. Lukas Nemecz haderte trotz seiner zwei roten Runden etwas mit dem Puttglück, da etliche gute Putts einfach nicht fallen wollten.

Souverän findet er sich dann am Freitag in der Anfangsphase dank eines Birdies am Par 5 der 3 zurecht und legt prompt auf der 4 weiter nach, womit er sich schon früh in Richtung der Top 10 aufmacht. Das Par 5 der 7 stellt dem 30-jährigen dann aber ein Bein und hängt ihm mit dem ersten Fehler ein Bogey um. Auf den Backnine angekommen geht es dann sogar auf Level Par zurück, ehe er am Par 3 der 12 erneut den Sprung in den roten Bereich schafft. Sofort allerdings muss er den nächsten Fehler notieren und kann so nicht lange in den Minuszahlen verweilen.

Im Finish allerdings dreht der Steirer dann nochmal richtig auf. Zunächst locht er einen sehenswerten Putt auf der 16 zum nächsten Birdie und zündet auf der schwierigen 17 eine starke Annäherung die prompt im nächsten roten Eintrag mündet. Fast schnürt er sogar zum Abschluss den Triplepack, doch der Birdieputt auf der 18 entscheidet sich dazu an der Lochkante hängen zu bleiben. Mit der 68 (-2) hat er aber die Top 10 voll in Sicht und geht somit als 15. aus vielversprechender Verfolgerposition auf die letzten 18 Bahnen.

“Es hat schon definitiv schlimmere Tage gegeben als heute. Es war nicht einfach, auch wegen der Unterbrechung, aber es ging heute auf jeden Fall in die richtige Richtung. Es sind zwar schöne Putts heute gefallen, aber ich verwerte generell aber noch zu wenig um ganz vorne dabei zu sein. Die Pause ist für mich persönlich zu einer nicht idealen Zeit gekommen, denn ich hatte einen schweren Chip, den ich gerne noch gemacht hätte und bei der Fortsetzung hab ich dann gleich das Bogey einstecken müssen. Um die Top 10 noch knacken zu können, muss ich morgen aber noch besser auf den Grüns agieren”, gibt sich Lukas Nemecz trotz der durchwegs guten Runde sehr selbstkritisch.

Schneller Eagle

Lukas Lipold fand sich nach zähen ersten neun Bahnen am Mittwoch immer besser zurecht und hofft, dass er diesen Trend nun am Freitag fortsetzen kann. Das Vorhaben scheint auch rasch sehr gut aufzugehen, denn schon am Par 5 der 3 versenkt der Salzburger den Eagleputt und katapultiert sich so sogar bereits an die Top 10 heran. Erst ein Par 3 Bogey auf der 8 trübt den bis dahin makellosen Auftritt etwas.

Das Par 3 der 12 scheint in dieser Woche zu Lukas Lieblingsloch zu avancieren, denn wie schon am Mittwoch und am Donnerstag geht sich auch diesmal wieder ein Birdie aus. Auf der 17 bringt er sich dann vom Tee in einige Troubles, rettet sich aber mit einem Superschlag und kann so am Ende ein sicheres Par notieren. Souverän beendet er dann die Runde und unterschreibt die 68 (-2), womit er sich wie sein Namensvetter als 15. klar die Chance auf ein Top 10 Ergebnis offen hält.

Nach der Runde meint er: “Ich bin sehr happy damit wie ich heute performed hab. Die Anspannung war am Anfang sehr groß, deshalb bin ich froh wie ich das heute zusammengehalten hab. Der Eagle war natürlich sehr schön. Es ist immer besser wenn früh was gelingt, als wenn man Fehlern nachlaufen muss. Ich muss jetzt mein Spiel weiter durchziehen und dann sehen wir was am Ende rauskommt.”

Souverän mit Horrorloch

Timon Baltl kann nach seinem ersten geschafften European Tour Cut der Karriere nun befreit drauf los spielen und nimmt früh, wie auch schon an den beiden vorangegangenen Tagen, vom Par 5 der 3 ein rasches Birdie mit und sorgt so auf ansonsten ereignisarmen ersten neun Bahnen für ein kleines Highlight. Auf der 11 schraubt er sein Tagesergebnis dann noch weiter in den Minusbereich, muss am darauffolgenden Par 3 allerdings ein bitteres Triplebogey einstecken, das ihn logischerweise weit zurückwirft.

Nachdem sich allerdings am einzigen Par 5 der zweiten Neun, wie auch schon an den Tagen zuvor, wieder ein Birdie ausgeht, rückt er sein Score wieder auf Level Par zurecht. Ein verzogener Abschlag auf der 17 hängt ihm dann aber noch ein Bogey um, weshalb er sich schließlich mit der 71 (+1) und Rang 44 anfreunden muss.

“Es war grundsätzlich eine sehr solide Leistung. Der schwarze Fleck auf der Scorecard war schon wegen einer falschen Schlägerwahl vom Tee. Ich hätte ein 9er Eisen nehmen sollen, hab mich aber fürs Pitching Wedge entschieden. Der Rücken macht mir leider wieder ein wenig Probleme und ich muss jetzt schauen wie ich das in den Griff bekomme für die nächsten Wochen und Monate”, beschreibt Timon auch das Zustandekommen des Triplebogeys.

Verpatzter Moving Day

Markus Brier will auch am dritten Spieltag seine geballte Routine richtig ausspielen, stolpert allerdings gleich auf der 1 über ein anfängliches Bogey. Auch das Par 5 der 3 will noch keinen Schlag springen lassen, den verpassten roten Eintrag kann er aber dafür auf der 4 nachholen und dreht sein Score so wieder auf Level Par zurück. Kurz vor dem Turn setzt es dann aber einen regelrechte Schock, denn ein Doppelbogey zementiert ihn geradezu am hinteren Ende etwas ein.

Auch auf den Backnine läuft nicht vieles in seine Richtung und bei den schwierigen Verhältnissen tritt er sich im niederösterreichischen Gebirge auf der 13 einen weiteren Fehler ein. Auf der 18 hat er dann noch einen Meter zum Par übrig, kann den Putt aber nicht mehr spielen, da ein herannahendes Gewitter für eine Pause sorgt. Nach knapp zwei Stunden darf er dann wieder raus und lässt beim abschließenden Putt nichts mehr anbrennen. Die 73 (+3) kostet aber etliche Schläge und reiht ihn vor dem Finaltag als 58. nur weit hinten ein.

“Mein Spiel war heute nicht wirklich berauschend, deshalb bin ich auch leicht angefressen und wollte eigentlich nach Hause. Aber so ist das halt, wenn abgebrochen wird, dann darf man nicht weiterspielen und wenns auch nur der hoffentlich letzte Putt ist. Ich hab heute ein paar richtig schlechte Schläge gemacht. Einmal ins Wasser, dann in den Wald aber solche Tage gibts halt manchmal”, so Markus Brier während der Gewitter-Zwangspause.

Platzrekord eingestellt

Der Franzose Robin Sciot-Siegrist erwischt einen unglaublichen Tag. Insgesamt findet er am Moving Day satte neun Birdies und bleibt die gesamte Runde über fehlerlos womit er mit der 63 (-9) nicht nur den Platzrekord einstellt, sondern das Feld bei 16 unter Par auch mit gleich drei Schlägen Vorsprung anführt. Topstar Joost Luiten (NED) fällt am Moving Day, mit unter anderem einer 10 am Par 5 der 7 und der 74 (+4) bis auf Rang 11 zurück.

>> Leaderboard EURAM Bank Open

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