Trümpfe in der Hand

MADE IN HIMMERLAND – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger behauptet sich im rein österreichischen Finalflight mit einer 68 an der Spitze und hat mit einem Schlag Vorsprung auf Alexander Björk (SWE) vor den letzten 18 Löchern alle Trümpfe für eine erfolgreiche Titelverteidigung in der Hand. Matthias Schwab hat an der Seite seines Landsmannes hart zu kämpfen, arbeitet sich im HimmerLand Resort aber noch zur 70 (-1) und wahrt damit noch die Außenseiterchance auf den ganz großen Wurf.

Bernd Wiesberger und Matthias Schwab sorgen in Farso für eine Weltpremiere, denn zum allerersten Mal überhaupt gehen zwei Österreicher Seite an Seite im Finalflight in den Moving Day. Bernd Wiesberger hat dabei mit zwei Schlägen Vorsprung auf seinen Landsmann die etwas besseren Karten. Mit anfänglichen Pars auf der 1 machen die beiden zunächst nichts verkehrt und finden so sehr souverän in den dritten Spieltag. Der Burgenländer erhöht dann auch schon ab der 2 die Schlagzahl und verschafft sich mit dem ersten Birdie nach starker Annäherung aus dem Fairwaybunker an der Spitze wieder etwas mehr Luft.

Der Steirer hat von Beginn an am Samstag sichtlich Schwierigkeiten seinen Putter richtig auf Temperatur zu bringen, denn am Par 3 der 3 legt er sich mit starkem Abschlag eine gute Chance auf, kann diese aus gut zwei Metern aber nicht verwerten. Ein total verzogenes Wedge auf der 4 kostet Matthias dann sogar einen Schlag. Bernd hingegen hat sogar beim Birdieputt etwas Pech, dass dieser nur die Lochkante rasiert. Am Par 5 danach macht der 35-jährige die Sache auch nicht besser, denn aus kurzer Distanz lippt gleich der nächste Birdieputt aus. Auch der Schladming-Pro ist weiterhin damit beschäftigt seinen 14. Schläge im Bag aufzuheizen, der auch aus 1,5 Metern die Birdiemitarbeit verweigert.

Am Par 3 danach trifft Bernd den Ball dann ganz unsauber und schickt die Kugel sogar ins H2O. Dank starkem Wedge aus der Dropzone kratzt er aber zumindest noch das Bogey, muss damit jedoch die alleinige Führung abgeben. Nach einer guten Rettungsaktion nach unangenehmer Bunkerlage auf der 7, krallt sich der Titelverteidiger dann auf der 8 nach gutem Chip das nächste Birdie und gibt damit auch wieder alleinig den Ton an. Auch der 26-jährige durchbricht endlich am Par 5 die samstägliche Birdiesperre und gleicht sein Tagesscore so wieder aus. Doch bei beiden währt die Freude darüber nur kurz, da sowohl der Burgenländer als auch der Steirer auf der unangenehmen 9 das Up & Down verpassen und so prompt wieder einen Schlag abgeben müssen.

Schlag des Turniers

Das Abrutschen auf Rang 2 will Bernd aber nicht auf sich sitzen lassen und krallt sich am Par 3 der 10 nach perfektem Eisen aus zwei Metern das nächste Birdie, womit er sich sofort wieder zu Alexander Björk an die Spitze gesellt. Auf der 12 gelingt ihm dann wohl zumindest der Schlag des Turniers, wenn nicht sogar des Jahres, denn nach einem Flyer übers Grün locht er aus unangenehmster Lage aus dem ganz dicken Zeugs auf die von ihm aus gesehen kurzgesteckte Fahne sogar ein und nimmt so ein unverhofftes weiteres Birdie mit.

Auf den Geschmack gekommen nimmt er auch von der kurzen 14 ein Birdie mit, nachdem er seinen Abschlag nur kurz vor dem Grün parkt. Matthias Schwab hingegen bekommt den Putter den gesamten Tag über einfach nicht auf Temperatur, denn einmal mehr läuft ein Birdieputt hauchdünn am Loch vorbei. Am Par 3 der 16 vor dem Himmerland Hill kann sich der Rohrmooser dann aber endlich belohnen und stopft den fälligen 1,5 Meterputt, was sichtlich endlich sein Gerät fürs Kurzgemähte erwärmt, denn aus knapp vier Metern geht sich auch auf der 17 schließlich ein roter Eintrag aus, womit er kurz vor Schluss sogar noch in den Minusbereich abtaucht.

Auch Bernd Wiesberger weiß das kurze Par 4 der 17 zu seinem Vorteil zu nützen und verschafft sich mit dem nächsten Birdie und bei gesamt 15 unter Par wieder zwei Schläge Luft auf den ersten Verfolger aus Schweden. Diese schrumpfen jedoch auf der 18 mit einem abschließenden Dreiputtbogey noch zusammen, doch auch mit der 68 (-3) hat der Oberwarter am Finaltag alle Trümpfe in der Hand. Matthias Schwab unterschreibt schlussendlich die 70 (-1), rutscht damit zwar etwas zurück auf Rang 4, mit einer starken Schlussrunde scheint aber auch bei ihm noch alles möglich zu sein.

“Leider war die Runde nicht so gut wie die beiden vorangegangenen. Das Spiel war aber trotzdem okay. Ich hab 15 Grüns getroffen und war sicher auch vom Glück diesmal nicht unbedingt begünstigt. Gleich mehrmals ist der Ball von der Lochstange aufs Grün zurückgesprungen”, fasst Matthias den Moving Day zusammen.

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