Zwei dicke Schnitzer

US SENIOR PGA CHAMPIONSHIP – Final: Markus Brier bringt sich am Weekend mit zwei Triplebogeys um den Lohn einer sonst hervorragenden Major-Vorstellung.

Markus Brier verpasste am Moving Day nur wegen eines Wasserballs und eines darauffolgenden Triplebogeys einen richtig sehenswerten Vorstoß im Klassement – und der Finaltag sollte sich spiegelgleich entwickeln. Österreichs erster Finalist bei einem Senior-Major auf amerikanischem Boden sollte erneut in Southern Hills ein einziges Golfloch komplett vermasseln und so ein mögliches Topergebnis liegenlassen: “Der Rest der Runde war ok, vor allem das kurze Spiel hat gut geklappt,” fasst Brier seine Leistung vom Finaltag zusammen.

Dabei gelingt der Start in die finalen 18 Löcher durchaus sehenswert, denn mit starkem Spiel von Tee bis Grün nimmt der Wiener recht sichere Pars mit. Auf der 4 kommt dann erstmals etwas Stress auf, mit viel Gefühl kann ihm der Grünbunker aber noch keinen Schlag abspenstig machen. Am ersten Par 5 bleibt Sand in seinem Getriebe, denn nach Ausflügen in Fairway- plus Grünbunker geht sich nur das Par aus. Erst am Par 3 der 6 springt der Birdiemotor nach starkem Eisen und Putt aus 6 Metern an. Sand bleibt das beherrschende Thema seines Golfsonntags, der Grünbunker der 7 ist für sein erstes Bogey verantwortlich. Die schwierigeren Front 9 schließt Brier erstmals in dieser Woche unter Par ab (-1), nachdem er an der 9 den nächsten Birdieputt aus diesmal sogar 7 Metern versenkt.

Die schweren Sonntags-Fahnen, die selbst den Kollegen in den Topflights bereits ordentlich zu schaffen machen, schenken auch Brier ein, wie am Par 3 der 11, wo er mit Bogey wieder auf Even Par für den Tag zurückfällt. Am nächsten Grün kosten drei Putts einen weiteren Schlag und noch mehr Ränge.

Ein drittes Birdie aus rund eineinhalb Metern verewigt der 52-jährige Wiener noch an der 15 auf seiner Scorekarte. Southern Hills hat für Österreichs ersten Senior Major-Finalisten in den USA noch einen späten Shocker parat, der in Form des brutal schweren Schlusslochs aufgetischt wird. Brier tappt schon vom Tee in die Wasserfalle, kann nur mit Strafschlag weiterspielen und beendet seinen Amerikaauftritt nach Ausflug in den Grünbunker mit drei Putts zum bitteren Triplebogey.

Jeweils eine 7 am Samstag und Sonntag überschatten eine sonst tadellose, grundsolide Vorstellung des Wieners, der bei insgesamt 9 über Par auf Platz 40 in die Endwertung kommt. Rund 11.000 US Dollar sind der Lohn der viertägigen Arbeit, wobei ohne die beiden Triplebogeys ein Top 20-Ergebnis und das vierfache Preisgeld herausgesprungen wäre.

Cejka landet Doppel-Slam

Alex Cejka scheint nahtlos die Ära der Deutschen Dominanz im Seniorengolf fortsetzen zu wollen. Mit der 67 zieht der 50-jährige dem Feld auf und davon und holt sich bei 8 unter Par den zweiten Senior-Major-Titel in Folge, diesmal vier Schläge vor Tim Petrovic (USA). Noch nie in der Geschichte der Champions Tour gewann ein Spieler gleich bei seinen ersten zwei Senior Major-Starts beide Titel!

Steve Stricker stürzt mit der 77 auf Platz 11 ab, Bernhard Langer kommt nur auf Platz 50 in die Endwertung. Zweitbester Europäer wird Wahlsteirer Miguel-Angel Jimenez auf Platz 8.

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