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Zurück im FedExCup

HOUSTON OPEN – FINAL: Mit eiskaltem Putter kann Sepp Straka zwar nicht im Titelkampf mitmischen, schreibt aber mit einem tollen 4. Platz im neuen FedExup an.

Sepp Straka durchbrach am Freitag in Houston seinen bislang so hartnäckigen Cutfluch in dieser Saison und legte sich am Moving Day trotz schwächerer Back 9 mit Platz 6 eine perfekte Ausgangsposition auf. Mit nur drei Schlägen Rückstand auf die Spitze waren sogar noch die Titelchancen noch voll intakt.

Straka ist am Finaltag von Beginn an voll auf der Höhe seines Spiels, benötigt aber eine kleine Anlaufzeit um davon auch zu profitieren. Erst am 3. Grün fällt aus drei Metern der erste Birdieputt. Am anschließenden Par 5 kann er mit starkem Sandy-Birdie nachlegen und ist damit schon an der Spitze dran. Danach legt der Austroamerikaner eine Schaffenspause ein, vergibt gute Birdiechancen an der 5 und 8, erreicht aber immerhin fehlerlos den Turn.

Erst nach 11 gespielten Löchern bewährt sich der eiskalte Putter und versenkt nach genialem Eisen aus kurzer Distanz zum nächsten Birdie, womit Straka allerdings bereits drei Schläge auf die Spitze fehlen. Der Frust über die Putterei ist ihm ins Gesicht geschrieben, als am 12 Grün ein Birdieputt aus zwei Metern am Loch vorbeikriecht.

Der erste taktische Fehler wird gleich mit Bogey bestraft, nachdem Sepp den Golfball an der 14 auf der falschen Seiten in den Grünbunker befördert. Die passende Antwort hat er am folgenden Par 5 parat: zwei lockere Putts zum Birdie reichen um sich in den Top 10 zu behaupten. Die schweren Schlusslöcher übersteht der erste Österreicher mit einer regulären PGA Tourkarte sicher und sichert mit der 69 (-3) und Platz 4 ein erstes achtbares Resultat der neuen Saison.

Auf den ersten Sieg eines Österreichers auf der PGA Tour müssen Sepp Straka und die Golffans zwar weiter warten, nach dem kapitalen Fehlstart in die neue Saison ist aber auch das erste Topergebnis höchst willkommen, das vorerst eine Menge Druck von seinen Schultern nehmen wird,

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Auf der Stelle getreten

HOUSTON OPEN – 3. RUNDE: Sepp Straka schnappt sich kurzzeitig nach 45 Löchern die alleinige Führung, fällt aber noch auf Position 6 zurück.

Sepp Straka durchbrach am Freitag in Houston nicht nur seinen bislang so hartnäckigen Cutfluch in dieser Saison, er pulverisierte ihn geradezu. Zwar hatte der Longhitter etwas mit einem unterkühlten Putter und dem böigen Wind zu kämpfen, eine 71 (-1) brachte er aber zum Recording und startet so als erster Verfolger von Peter Malnati (USA) ins Wochenende.

Da Malnati mit drei Bogeys auf den ersten 5 Löchern früh den Rückzug am Leaderboard antritt, liegt es an Sepp Straka und seinem anderen Partner im Topflight, Talor Gooch, das Kommando zu übernehmen. Im Gleichschritt scoren sie Birdies an der 2 und 4, wobei sich der Wiener jeweils nur kurze Putts übrig lässt. Am 5. Loch muss der Wiener seinen Kollegen vorerst ziehen lassen, nachdem sich nach Ausflug in den Grünbunker nur das Bogey ausgeht.

Wachablöse dann am Par 3 der 7: Gooch schießt ins Wasser und kassiert das Bogey, während Sepp seelenruhig seinen Viermeter-Putt zum Birdie locht und dank des Two-Shot-Swings die alleinige Führung übernimmt. Am überlangen Par 3 der 9 sichert ein gefühlvoller Chip das Par ab, mit dem sich Sepp weiterhin als Leader auf die Back 9 schwingt.

Doch gleich mit dem ersten Drive auf der zweiten Platzhälfte, den er weit rechts wegbügelt, bahnt sich Unheil an. Dank unspielbarer Lage und Strafschlag ist das Bogey die unvermeidbare Folge. Dazu kühlt auch der Putter merklich ab, der Topchancen an der 11 und 12 zu Birdies vernebelt. Aber am Par 5 der 13 passt wieder alles zusammen mit dem sicheren Zweiputt-Birdie.

Zur ungünstigsten Zeit leistet sich Straka am 14. Grün ein Dreiputt-Bogey, womit er den Weg für andere an der Spitze freimacht. Am vorletzten Loch hookt er seine Annäherung in den Sand, kann von dort nicht mehr Schadensbegrenzung betreiben und fällt mit dem Bogey auf Even Par für den Tag zurück.

Mit der 72 stagniert der Wiener am Moving Day bei 8 unter Par, rutscht damit vorerst auf Platz 6 ab, allerdings nur mit drei Schlägen Rückstand auf Lanto Griffin (USA), dem mit der 65 die Runde des Samstags aufgeht.

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Cutfluch pulverisiert

HOUSTON OPEN – 2. RUNDE: Sepp Straka hat am Freitag Nachmittag zwar deutlich härter zu kämpfen, bringt im GC of Houston aber dennoch mit der 71 eine rote Runde zum Recording und startet so aus dem absoluten Spitzenfeld ins Wochenende.

Leider Gottes hatte der Wetterbericht in Houston recht, denn nach den unverhältnismäßig vielen Niederschlägen im Vorfeld, wurde es am zweiten Spieltag noch zusätzlich nass. Nach einer Gewitterpause kam Sepp Straka erst mit zwei Stunden Verspätung in den Genuss die zweite Runde starten zu können. Bei ungemütlichen Windböen findet sich der Longhitter aber sofort bestens zurecht und knallt den Ball gleich an der 1 stark zur Fahne, was prompt im ersten Birdie mündet.

Auch danach zeigt er am Anfang richtig starkes Golf und nach zwei Pars geht sich auf der 4, dem ersten Par 5, sogar nach eingebunkerter Grünattacke ein Birdie aus. Doch plötzlich erwischt es den Longhitter auf der 5 richtig hart, denn nach gewassertem Abschlag geht sich am Ende sogar nur ein Doppelbogey aus, was ihm gleich beide zuvor erspielten Birdies wieder ausradiert. Des Schlechten noch nicht genug, will auch die 6 nich so wie Sepp und brummt ihm nach zu kurzer Annäherung prompt den nächsten Fehler auf.

Paukenschlag

Viel spektakulärer als Sepp kann man dann die kurze wackelige Phase aber nicht beenden, denn am zweiten Par 5 legt er die Grünattacke bis auf vier Meter zur Fahne und rollt den Ball gekonnt zum Eagle ins Loch. Damit taucht er sogar wieder in den roten Bereich ab und bleibt auch dem absoluten Spitzenfeld hartnäckig erhalten. In Folge kühlt bei Sepp aber etwas der Putter ab, denn aus teils recht vielversprechenden Möglichkeiten will kein weiteres Birdie mehr gelingen.

So kommt es, dass er gleich einige Putts aus durchaus guten Chance liegenlässt. Fairerweise muss man auch dazu sagen, dass er sich doch auch aus manch brenzligen Situationen befreit. Durch seine recht frühe Nachmittags Tee Time hat Sepp zumindestens den Bonus seine Runde beenden zu können, während etliche andere Spieler am Samstag wohl gleich doppelt ran müssen. Nach der 71 (-1) durchbricht Sepp in Houston nicht nur endlich den hartnäckigen Cutbann in dieser Saison, sondern geht als in etwa 3. sogar in hervorragender Ausgangslage ins Wochenende.

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Voll durchgestartet

HOUSTON OPEN – 1. RUNDE: Sepp Straka knallt zum Auftakt mit brandheißem Putter seine bislang klar beste Runde der Saison im GC of Houston auf die Scorecard und mischt im GC of Houston ganz vorne mit.

Nach dem souveränen Erhalt der Tourkarte in die bislang größte Schaffenskrise der noch jungen Golfkarriere schlitterte zuletzt Sepp Straka. Dabei spielte bei den ersten 4 Turnieren der neuen Saison auch ein wenig Pech mit, da er zumeist nur hauchdünn den Cut verpasste.

Bei der traditionsreichen Houston Open, die in den GC of Houston zurückkehrt, hofft der Wiener auf die Trendwende. Das Turnier ist in den Herbst übersiedelt und wartet nach Rekordregenfällen mit verschärften Bedingungen und fettem Rough auf, was die sonst bekannt tiefen Scores nach oben treiben dürfte. Die Wettervorhersage ist leider durchwachsen und verheißt mit einer weiteren schweren Regenfront am Freitag nicht viel Gutes. In Abwesenheit von Titelverteidiger Ian Poulter (ENG) gelten Henrik Stenson (SWE) oder Daniel Berger (USA) als Mitfavoriten.

Gleich auf der 10 hat Sepp seinen Putter voll auf Temperatur, denn aus fünf Metern sackt er prompt das erste Birdie ein. Am Par 3 der 11 gelingt die Übung dann sogar aus knapp 12 Metern und mit dem Monsterputt macht er auch einen wahren Blitzstart perfekt. Die starke Leistung auf den Grüns steckt auf der 3 dann auch die Eisen an, denn nach einem perfekten Wedge stellt ihn Birdie Nummer 3 vor keine großen Probleme.

Heißhunger auf Birdies

Sepp wirkt aber auch danach weiterhin hungrig und legt sich mit gefühlvollem Chip am ersten Par 5 seiner Runde gleich die nächste Birdiechance auf, die er aus nicht einmal einem Meter auch gekonnt verwertet. Ein wild links verzogener Drive beendet dann aber die heiße Phase vorerst, denn nach erzwungenem Drop kommt der Lonhitter vom Par 5 der 15 sogar nur mit einem Bogey weg.

Den Makel will er aber sichtlich schnell in Vergessenheit geraten lassen, denn gleich am Par 3 danach zündet er ein starkes Eisen und gibt dem Putt aus gut zwei Metern keine andere Chance als zu fallen. Nur kurz gönnt er sich dann eine kleine Verschnaufpause, ehe der Putter auf der 1 wieder anfängt zu glühen, denn aus vier Metern wandert das bereits sechste Birdie des Tages auf die Habenseite.

Perfekte Ausgangslage

Eine zu kurze Annäherung bleibt dann auf der 3 im Grünbunker hängen, von wo aus Sepp das Par nicht mehr kratzen kann und so sein zweites Bogey einstecken muss. Sofort holt er sich den abgegebenen Schlag am darauffolgenden Par 5 aber zurück und setzt sich damit regelrecht vorne fest. Das Gerät fürs Kurzgemähte bleibt an diesem Tag auch danach weiterhin sein bester Freund, denn auf der 6 rollt der Ball aus sechs Metern einmal mehr aus größerer Distanz zum Birdie ins Loch.

Selbst ein etwas zu lenger Sandschlag nach eingebunkerter Grünattacke hält ihn auf der 8 nicht davon ab aus mehr als vier Metern vom Vorgrün den nächsten roten Eintrag einzusacken. Da er die Runde mit grundsolidem Spiel am abschließenden Par 3 der 9 zu Ende bringt, marschiert er mit der 65 (-7) über die Ziellinie und sorgt so als 3. für einen nahezu perfekten Start ins 7,5 Millionen US-Dollar Event.

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Dank Sieg zum Masters

HOUSTON OPEN – FINAL: Ian Poulter erzwingt sein Glück mit dem Playoff-Sieg gegen Beau Hossler und löst damit das letzte Ticket für das Masters.

Nur mit einem Sieg in Houston konnte Ian Poulter den letzten Startplatz für das Masters abstauben, nachdem letzte Woche selbst das Erreichen des Viertelfinales beim Dell Match Play nicht reichte. Der 42-jährige Engländer wird seinem Ruf als “The Postman” einmal mehr gerecht, liefert mit dem Sieg verlässlich ab und bekommt damit den erhofften Einladungsbrief aus Augusta zugestellt: “Ich musste wirklich ganz tief graben um das mental hinzubekommen. Nach letzter Woche war ich frustriert und zornig. Dennoch bin ich geduldig geblieben, habe auf meine Chance gewartet und jetzt ist es einfach nur fantastisch.”

Schlüssel zum Erfolg ist das neu gewonnene Selbstvertrauen beim Putten, dank leicht geöffneter Schulter. Damit erarbeitet sich Poulter überhaupt erst mit der 65 am Samstag die Siegchance und locht am 72. Loch einen 6 Meter-Putt auf den pfeilschnellen Grüns von Houston um ein Playoff mit Beau Hossler zu erzwingen.

Der US-Aufsteiger hatte Poulter mit vier Birdies in Folge auf den Back 9 an der Spitze eingeholt und mit der 67 die Entscheidung vertagt, nachdem beide bei 19 unter Par die Bestmarke setzten. Im Playoff reichte Poulter dann ein Standard-Par am ersten Extraloch, nachdem Hossler ins Wasser schoss und mit Triplebogey den Weg für den Engländer zu seinem dritten Titel auf der US PGA Tour freimachte.

Jordan Spieth teilt sich drei Schläge zurück mit Emiliano Grillo den dritten Platz und zeigt sich auf den harten, schnellen Grüns gerüstet für Augusta. Henrik Stenson als 6. und Matt Kuchar als 8. bestätigen ebenfalls ihre gute Form.

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Voll bei der Musik

HOUSTON OPEN – 2. RUNDE: Rickie Fowler (USA) packt auf die 66 vom Auftakt am Freitag die 68 drauf und geht im GC of Houston als einer der ersten Verfolger von Leader Beau Hossler (USA) ins Wochenende.

Rickie Fowler präsentiert sich eine Woche vor dem Masters in absolut bestechender Form. Der US-amerikanische Fanliebling legt gleich auf den Frontnine los wie die sprichwörtliche Feuerwehr und hält dank eines roten Triplepacks schon nach vier Bahnen bei drei unter Par.

Da er sich auch auf der 6 noch über ein Birdie freuen darf, scheint es als würde Fowler an diesem Tag wie eine Lawine über den GC of Houston rollen. Doch plötzlich reißt der Schwung beim Kalifornier etwas ab und er läuft länger vergeblich weiteren Erfolgserlebnissen nach. Erst auf der 13 (Par 5) bricht er dann wieder den Birdiebann, muss das einzige Birdie der Backnine nach Wasserball auf der 18 aber noch ausgleichen und unterschreibt so die 68 (-4).

Damit verpasst es Fowler zwar am Freitag nach ganz vor zu stürmen – Beau Hossler geht nach der 68 (-4) und bei 11 unter Par als Leader ins Weekend – geht aber bei nur einem Schlag Rückstand in den Moving Day. Die Verfolgerrolle teilt er sich mit Sam Ryder (68), Nicholas Lindheim (66) (beide USA) sowie Abraham Ancer (66) (MEX), was zeigt wie dichtgedrängt das Leaderboard nach zwei Runden wirklich ist.

Martin Kaymer verpatzt die Generalprobe fürs Masters. Der Deutsche, der in Houston sein Comeback nach überstandener Handgelenksverletzung gibt, bleibt nach der 77 (+5) und als 131. bereits auf der Strecke. Auch seine Landsmänner Alex Cejka (72) und Stephan Jäger (74) müssen als 91. bereits die Koffer packen.

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No major problems

HOUSTON OPEN 2017 – FINAL: Bernd Wiesberger absolviert vier Tage lang in Texas einen erfreulichen Shakedown: für das Finetuning  bleibt bis zum Major in Augusta noch ein paar Tage Zeit.

“Houston, we have a problem…:” diesen Eindruck konnte man von Adam Scott, Henrik Stenson oder Jordan Spieth gewinnen, die den Cut bei der Masters-Generalprobe verpassten, aber nicht von Bernd Wiesberger. Österreichs Nummer 1 absolviert im texanischen Süden mit Platz 23 einen ähnlichen Probegalopp wie schon im Vorjahr, wo er 27. wurde. Mit vier überwiegend stabilen Runden, aber ohne jemals wirklich heißzulaufen.

Auch heuer ist es am Finaltag der eiskalte Putter, der einen Vorstoss unter die Top 20 und damit in Richtung einer neuen Karrierebestmarke in den USA verhindert. Dafür kann er den am Samstag bockenden Driver wieder auf Linie bringen. Die Eisenschläge wiederum funktionierten am Freitag am besten und streuten am Finaltag doch ein wenig aus der Richtung. Insgesamt läuft das Spiel des Bernd Wiesberger 5 Tage vor dem 1. Major des Jahres im wesentlichen, wie drei Runden unter Par und ein Endergebnis von 5 unter Par im heftigen texanischen Wind beweisen.

Wetterkapriolen in Houston

Auch am Sonntag wird in Houston wieder früh von zwei Tees gestartet. Bernd Wiesberger spielt bereits im 4. Flight von der 1. Gespielt wird aufgrund der nassen Bedingungen mit Besserlegen.

Der erste Drive sitzt, dafür findet Wiesberger aus 105 Metern den Grünbunker und schiebt auch noch den Par-Putt aus zwei Metern vorbei – es sollte der einzige Schlagverlust bleiben. Die zweite Annährung ist zwar auf Linie, jedoch um 6 Meter zu kurz und reicht nicht zum Konter. Auch noch keine zwingende Birdiechance am 3. Loch, jedoch das sichere Par mit zwei Putts vom Vorgrün.

Am ersten Par 5 punktet Bernd erstmals mit Birdie, nach präzisem Pitch und gefühlvollem 3 Meter-Putt. Den nächsten haarigen Moment an der 7 übersteht der Oberwarter mit Bravour, nachdem er aus dem Grünbunker das Sandy Par hinzaubert.

Ein Grünbunker steht auch im Weg am zweiten Par 5, diesmal geht sich nur das Par aus. Auch zu Beginn der Back 9 das gleiche Bild: der Österreicher kommt nicht nah genug zum Stock und locht auch nichts aus mittlerer Distanz. Erst am kurzen Par 4 der 12 kann Bernd den Birdiebann brechen, nachdem er vors Grün drived und gefühlvoll nah an den Stock chippt. Auch am Par 5 der 13 erarbeitet sich Bernd mit zwei Vollbrettern bis kurz vors Grün eine dicke Chance, schiebt aber den Putt aus zwei Metern vorbei.

Bernd gönnt sich eine Chip-Putt-Übung auch am letzten Par 5, diesmal lässt er dem Putter nur etwas mehr als einen Meter und verwertet sicher. Am vorletzten Loch bleibt eine gute Dreimeterchance ungenützt. Noch einmal Stress am schweren Schlussloch, als Bernd einen seiner wenigen Drives nicht aufs Fairway bringt und einen letzten Grünbunker aufsucht. Wie zum Hohn fällt aus knapp 7 Meter sein längster Putt des Tages zum Par. Mit der 70 (-2) verbessert sich Wiesberger noch um ein wenige Plätze auf Platz 23.

Der seit dem Freitag überlegen führende Koreaner Sung Kang kommt zum Abschluss nicht über eine Par-Runde hinaus, das reicht nicht zum Titel bei der Shell Houston Open. Der Amerikaner Russell Henley stürmt mit 10 Birdies zur 65 und bei 20 unter Par mit drei Schlägen Vorsprung zu seinem 3. Titel. Hinter Kang teilen sich Rickie Fowler und Luke List den 3. Platz.

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Bernd Wiesberger

Ideales Masters-Training

SHELL HOUSTON OPEN 2016 – Bernd Wiesberger zeigt sich spielerisch gewappnet für das Masters, nur die superschnellen Grüns verhindern ein Topergebnis.

Drei Runden unter Par bei teils heftigem Wind auf pickelharten Grüns bei seiner ersten Shell Houston Open und am Ende ein 27. Platz: Bernd Wiesberger setzt sich auf der ersten Turnierhälfte gekonnt in Szene, ehe die Grüns immer schneller werden und den Oberwarter vor allem am dritten Spieltag phasenweise ratlos erscheinen lassen. Auch auf den Par 5 lässt er diesmal zu viele Schläge liegen.

Immerhin verbucht Österreichs Nummer 1 seinen ersten regulären Cut auf der US PGA Tour 2016 und spielt im Süden von Texas im Mittelfeld gut mit. Insgesamt ein idealer Aufgalopp für das erste Major des Jahres, für das sich Bernd vier Tage lang auf einem vergleichbaren Setup einschlagen konnte. “Ein wenig besser gescort heute. Aber noch immer zu viele schlechte Schwünge hie und da. Aber das werde ich bis nächste Woche aussortiert haben,” wagt Wiesberger eine optimistische Standortbestimmung wenige Tage vor dem 1. Major des Jahres.

Houston-Finale: Beide Bogeys nach Dreiputts

Bernds Attacke ins 1. Grün gerät am Finaltag zu kurz. Aus dem Grünbunker bekommt er jedoch den Sand Save hin. Auch das zweite kurze Eisen ins Grün ist äußerst unpräzis und ein Dreiputt-Bogey aus gut 25 Metern die Folge. Bei der dritten Annäherung passt erstmals die Länge, aus 7 Metern fällt der Birdieputt aber nicht. Am ersten Par 5 ist aus dem Rough das Grün nicht attackierbar und der Dritte nicht zwingend genug – nur das Par. Da kommt es besonders gelegen, dass ein Chip-In zum Birdie rund ums 5. Grün gelingt! Jetzt ist Bernd voll im Spiel, legt sich sogar an der megaschweren 6 eine Birdiechance aus vier Metern auf, die er aber nicht verwertet.

Das viele Üben aus den Bunkern von Houston zahlt sich aus – souverän rettet Bernd an der 7 das Par. Auch das zweite Par 5 kann er nicht nutzen, diesmal steht der Fairwaybunker dem Erfolg im Weg. Die letzten 9 beginnt der Oberwarter mit starken langen Schlägen, der Putter will aber aus 1,5 Metern nicht mitspielen. Auch der Schuss ins 11. Grün ist vom Feinsten, diesmal sitzt endlich aus drei Metern der Birdieputt. Am drivebaren Par 4 der 12 versucht Bernd sein Glück, pullt jedoch den Drive links neben den Grünbunker. Nach gutem Chip fällt dennoch aus drei Metern der nächste Birdieputt.

Mit den Par 5 bleibt Bernd vom Tee weiter auf Kriegsfuss: wieder nur das Par an der 13 nach Drive in den Fairwaybunker. Auch am letzten Par 5 erreicht Bernd das Grün erst mit dem Dritten: doch diesmal fällt aus einem Meter der Birdieputt. Am letzten Par 3 setzt es noch einen Dämpfer mit Bogey, erneut nach Dreiputt aus großer Distanz. Am vorletzten Loch bekommt Bernd noch einen haarigen Up & Down gekonnt hin und gibt sich auch an der 18 keine Blöße mehr.

Mit der 70 (-2) macht Wiesberger noch 10 Ränge gut, zu mehr als Platz 27 reicht die Puttleistung am Wochenende aber nicht aus.

Jim HermanJim Herman feiert bei 15 unter Par einen Überraschungssieg und löst zugleich das letzte Masters-Ticket. Der 38-jährige Amerikaner chippt an der 16 zum Birdie ein und feiert so seinen allerersten Sieg auf der US PGA Tour. Henrik Stenson muss sich wieder einmal im Finish geschlagen geben und wird mit einem Schlag Rückstand Zweiter, vor Dustin Johnson und Rafa Cabrera-Bello, dem Sonntags-Besten mit 65 Schlägen.

>> Leaderboard Shell Houston Open

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