Kategorie: us_pga_tour

Auf lauten Sohlen

DEUTSCHE BANK CHAMPIONSHIP 2014 – 3. RUNDE: Rory McIlroy pusht sich unüberhörbar, Birdiejubel für Birdiejubel, in Angriffposition für den Finaltag.

Auch wenn Youngster Russell Henley nach drei Runden der Deutsche Bank Championship von der Spitze des Leaderboards lacht, so bringt sich vor allem auchRory McIlroy mit der besten Tagesrunde von 64 Schlägen in eine perfekte Position für die Schlussrunde, die aufgrund des Labor Day in Amerika erst am Montag gespielt wird.

“Ich habe auch die Tage zuvor gut gespielt, aber erstmals auch die Putts gelocht,” ist die Nummer 1 der Golfwelt höchst zufrieden über den 3. Zwischenrang bei 10 unter Par, nur zwei Schläge hinter Henley. Bei den FedExCup Playoffs hatten bislang andere den Ton angegeben, nun macht sich der Nordire langsam bemerkbar. “Ich war zuletzt öfters in dieser guten Position, daher weiß ich, was ich Morgen zu tun haben werde,” richtet Roars den Mitspielern schon einmal aus.

Gemeinsam mit Chris Kirk bildete McIlroy den Flight, wo am Sonntag im TPC Boston die Musik spielte. Beide pushten sich gegenseitig zu Höchstleistungen und wurden reichlich mit Birdies und der gemeinsamen 64 belohnt, die somit auch Kirk auf 10 unter Par brachte.

Henley nutzte die verbesserten Bedingungen seinerseits zu einem Lauf mit 5 Birdies auf einer Strecke von 7 Löchern und sackte die 65 ein, die ihn auf 12 unter Par und in Pole Position bringt. Billy Horschel, der ein Topergebnis benötigt um mit den Top 70 das 3. Playoff-Turnier zu erreichen, hievt sich mit der 67 auf Platz 2 hoch.

Jason Day dominierte lange Zeit das Geschehen, ehe er an der 14 einen kurzen Par-Putt vorbeischob und mit Bogey an der 15 endgültig den Platz an der Spitze räumte. Der Zweite der Vorwoche geht diesmal als Dritter, in den Schlusstag.Martin Kaymer muss bis zum 10. Grün auf das erste Birdie warten, kommt aber nicht über die 70 hinaus, die ihn auf Platz 16 abrutschen lässt.

Phil Mickelson bleibt als 59. unter Druck, Lefty wird nur mit einem starken Finale in Boston das Ausscheiden aus dem FedExCup verhindern können.
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In Position geputtet

DEUTSCHE BANK CHAMPIONSHIP 2014 – 2. RUNDE: Auch beim zweiten Playoff-Turnier ist Jason Day wieder im Leader-Sandwich, dank neuerlich überragender Putt-Performance.

Nach Platz 2 beim Start in die Playoffs ist Jason Day auch nach zwei Runden bei der Deutsche Bank Championship wieder ein heißer Siegeskandidat. Der Australier dominiert über weite Strecken den zweiten Spieltag im TPC Boston und schließt mit der 68 (-3) zu Auftaktleader Ryan Palmer bei 8 unter Par auf.

Dabei hätte es Day sogar in der Hand gehabt, dem Weltklassefeld auf und davon zu fliegen. Seine ersten 27 Löcher schloss er mit 20 Singleputts ab und erreichte so schon 10 unter Par. Auf den Back 9 schlichen sich jedoch mehr Fehler ein, die mit drei Bogeys den Gleichstand an der Spitze mit Palmer ergaben.

Zur Halbzeit des zweiten Playoffs im FedExCup ist jedoch weiter alles offen, 14 Spieler bleiben innerhalb von nur drei Schlägen zur Spitze. Zu ihnen zählt auchMartin Kaymer, der einen tollen Eagleputt quer übers 18. Grün, seiner 9. Bahn, locht und mit der 66 bis auf Rang 10 vorstösst. Rory McIlroy steigert sich ebenfalls, fängt sich jedoch an der 14 nach verzogener Annäherung ein Doppelbogey ein, das nicht mehr als die 69 und Platz 17  zulässt.

Auch Ian Poulter, wohl einer der heißen Kandidaten für eine Ryder Cup-Wildcard, fängt sich nach Wasserball ein Doppelbogey ein und ist nach der 73 nur auf Platz 27 zu finden. Phil Mickelson macht den Fehlstart vom Freitag mit einer 69 vergessen und ist als 50. wenigstens im Finale mit dabei. Der Cut der besten 70 wurde bei +3 angesetzt.
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Topform untermauert

DEUTSCHE BANK CHAMPIONSHIP 2014 – 1. RUNDE: Ryan Palmer untermauert seine derzeitige Topform und liegt in Massachusetts unangefochten in Führung.

Ryan Palmer (USA) untermauert zum Auftakt der Deutsche Bank Championship seine derzeitige starke Form und setzt sich unangefochten an die Spitze des Klassements. Phil Mickelson (USA) läuft auch im TPC Boston hinterher.

Die Deutsche Bank Championship ist das zweite von insgesamt vier Playoff-Turnieren im FedEx-Cup. Bereits in dieser Woche gibt es ein dezimiertes Starterfeld, nur noch die besten 100 der Wertung dürfen in Massachusetts abschlagen. Beim großen Finale im East Lake GC in Georgia werden schlussendlich nur noch die Top 30 an den Start gehen dürfen.

Ryan Palmer untermauert in Boston seine derzeitige Topform. Dabei kommt der US-Amerikaner nur behäbig aus den Startlöchern und verzeichnet gleich auf seinem ersten Loch, der 10, ein Bogey. Davon angespornt folgt aber ein unvergleichlicher Birdieauftritt.

Zunächst notiert er zwei in Folge und nach einer kurzen Schaffenspause deren gleich vier. So kommt er bei einem Zwischenstand von bereits 5 unter Par auf die Frontnine. Auch die hat er perfekt im Griff. Keinen einzigen Schlagverlust muss er mehr notieren, bringt aber noch drei weitere rote Eintäge auf die Scorecard und macht so die 63 (-8) perfekt. Damit setzt sich Palmer um zwei Schläge von der Konkurrenz ab und hat die alleinige Führung sicher. Erster Verfolger ist Keegan Bradley (USA), der die 65 (-6) notiert.

Wieder hinterher

Publikumsliebling Phil Mickelson kommt in den FedEx-Cup Playoffs noch nicht wirklich auf Touren. Nachdem er letzte Woche gerade noch hauchdünn den Cut schaffte, läuft er auch in dieser Woche wieder hinterher. Er ringt dem TPC Boston zum Auftakt nur die 74 (+3) ab und liegt damit auf Rang 77. Etwas besser ergeht es Martin Kaymer (GER) am ersten Spieltag. Mit der 71 (Par) rangiert er als 39. im Mittelfeld. Rory McIlroy (NIR) kommt leicht gerötet ins Clubhaus zurück und liegt mit der 70 (-1) auf Platz 26.

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Perfektes Timing

THE BARCLAYS 2014 – FINAL: Hunter Mahan beendet seine zweijährige Durststrecke beim Barclays und empfiehlt sich für Tom Watsons Ryder Cup-Auswahl.

Das Timing hätte nicht besser sein können: Hunter Mahan poliert sein Spiel rechtzeitig vor dem Ryder Cup zu Bestform auf und gewinnt das “The Barclays”, den Auftakt zu den FedExCup Playoffs. Damit qualifiziert er sich nicht nur für das Tourfinale in East Lake sondern dürfte wohl auch einer der drei Captains Picks von Tom Watson für den Ryder Cup sein.

“Das ist unglaublich cool, zu diesem Zeitpunkt so ein ein großes Turnier zu gewinnen,” ist sich Mahan der Bedeutung bewusst, “ich wusste, mein Spiel springt an. Aber hier mit einer 65 in einem so starken Feld zu gewinnen, darauf bin ich stolz.”

Gut zwei Dutzend Spieler waren in dem dicht gedrängten Leaderboard noch Siegeskandidaten auf dem anspruchsvollen Ridgewood CC, vor allem da die beiden Co-Leader im Schlussflight Jason Day und Jim Furyk nicht davonziehen konnten und sogar mit Bogeys auf die letzten 9 Löcher abbogen.

6, 7 Spieler führten zwei Stunden vor dem letzten Putt phasenweise das Feld an, darunter auch Hunter Mahan mit Birdies an der 11 und 13. Die letzten vier Löcher waren somit ein gnadenloses Shootout, bei dem nur Mahan noch Reserven hatte: Putts aus drei und sechs Metern sowie ein perfektes Wedge zur Fahne bringen ihm einen Birdie-Hattrick von Loch 15 weg ein und drei Shots Vorsprung. Somit spielt das Bogey am engen Schlussloch keine Rolle mehr. Mit der 65 gewinnt Mahan bei 14 unter Par mit zwei Schlägen Vorsprung sein erstes Turnier nach zwei Jahren Pause.

Zuvor hatten der australische Evergreen Stewart Appleby und US-AufsteigerCameron Tringale die besten Karten, konnten im Finish aber nicht zusetzen und teilen sich mit Jason Day den zweiten Platz. Jim Furyk kann zum 8. Mal in Folge eine Führung in der späten Turnierphase nicht zu einem Sieg ummünzen und wird nur 8.

Rory McIlroy bleibt auch am Schlusstag von Paramus farbblos, mit der 70 reißt die beeindruckende Siegesserie: Platz 22 für die neuen Nummer 1 der Welt. Adam Scott kommt nicht über Platz 15 hinaus.

Mit den Top 100 geht es auch in letzter Minute für Morgan Hoffmann und Geoff Ogily weiter zur Deutsche Bank Championship, dem zweiten Playoff-Turnier kommende Woche.

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Day’s Moving Day

THE BARCLAYS 2014 – 3. RUNDE: Mit einer wilden Angriffsrunde mit 7 Birdies stürmt Jason Day in geteilte Führung mit Jim Furyk.

Als Mann der Birdies präsentiert sich Jason Day am Moving Day beim “The Barclays”. Mit 7 Birdies scheint der Australier unwiderstehlich davonzuziehen, ehe er sich mit Doppelbogey (Ball verloren) und Bogey (vier Schläge aus dem Bunker) selbst ein Bein stellt.

Die 68 lässt Day vom 6. auf den geteilten 1. Platz vorrücken, allerdings in einem dicht gedrängen Leaderboard mit 29 Spielern innerhalb von 5 Shots zur Spitze. Gemeinsam mit Day hat wohl Jim Furyk die besten Chancen, die Rolle des ewigen Zweiten endlich abzulegen. Mit fehlerloser 69 erarbeitet sich der US-Haudegen die nächste Chance auf den ersten Sieg seit vier Jahren auf der US PGA Tour.

Beim ersten Finalturnier der FedExCup-Playoffs wird somit ein Shootout um den Titel erwartet, bei dem sogar noch Rory McIlroy und Adam Scott als 23. sowieJustin Rose, Ernie Els, Rickie Fowler und Matt Kuchar mitmischen könnten. Sie alle liegen noch in Schlagdistanz.

Nur Phil Mickelson beendet bereits nach 54 Löchern seine Rolle als Alleinunterhalter der Zuschauermassen: wieder schießt er auf Loch 5 vom Tee in die Tribünen. Dass er diesmal zum Gejohle der Fans das Par kratzt, hilft wenig: mit der 75 verpasst Lefty den Drittrundencut. Falls Mickelson wirklick die Deutsche Bank Championship kommende Woche auslässt, könnten die drei letzten Playoff-Turniere tatsächlich ohne Woods und Mickelson stattfinden.
>> Leaderboard: The Barclays

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Internationaler Tag

THE BARCLAYS 2014 – 2. RUNDE: Adam Scott spielt sich mit starker Birdiequote in die geteilte Führung. Stenson und Day liefern die Runden des Tages ab.

Adam Scott (AUS) bläst bei der Barclays am Freitag zur Aufholjagd und setzt sich im Ridgewood CC an die geteilte Spitze. Henrik Stenson (SWE) und Jason Day(AUS) spielen sich mit 64er (-7) Runden weit nach vorne. Auch Rory McIlroy (NIR) cuttet ohne Probleme.

Beim ersten Playoff Turnier des Jahres – insgesamt gibt es beim FedEx-Cup deren vier, wobei ein immer kleineres Starterfeld zugelassen wird, ehe es im East Lake Club in Georgia zum Showdown der besten 30 kommt – nehmen die USA-Flaggen in den vorderen Regionen des Leaderboards immer weiter ab.

Adam Scott spielt sich am zweiten Spieltag mit der 65 (-6) bis ganz nach vorne und teilt sich die Führung vor dem Wochenende mit Cameron Tringale (USA). Vor allem ein beeindruckender Birdiesprint mit gleich vier roten Einträgen in Folge verhilft dem Australier zum Sprung nach vor. Die ehemalige Nummer 1 der Welt scheint somit gerade zum richtigen Zeitpunkt wieder in absolute Topform zu kommen.

Auf der Überholspur

Die Runden des Tages aber liefern Henrik Stenson und Jason Day ab. Beide starteten mit der 72 (+1) eher durchwachsen und fanden sich nur weit hinten im Klassement wieder. Am Freitag starten sie dann aber auf der Überholspur durch und ziehen mit 64er (-7) Runden nur so an der Konkurrenz vorbei. Erst auf dem geteilten 6. Platz halten die beiden wieder an und haben vor dem Wochenende nur zwei Schläge Rückstand auf Tringale und Scott.

Rory McIlroy (NIR) zeigt am zweiten Spieltag, dass die 74 (+3) vom Donnerstag nur ein Ausrutscher war. Die alte und neue Nummer 1 der Golfwelt agiert erneut unwahrscheinlich sicher und spielt sich mit der 65 (-6) bis auf den geteilten 27. Rang nach vorne. Phil Mickelson (USA) hat in New Jersey hingegen um einiges mehr zu kämpfen. “Lefty” cuttet nach der 72 (+1) gerade noch als 68. bei gesamt einem Schlag über Par.

>> Leaderboard: The Barclays

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Playoff-Start

THE BARCLAYS 2014 – 1. RUNDE: Bo Van Pelt setzt sich zum Auftakt in die Führungsposition. Rory McIlroy muss am Freitag gehörig zulegen.

Im Ridgewood CC finden mit der Barclays das erste der vier Playoff Turniere in diesem Jahr statt. Bo Van Pelt (USA) erwischt in New Jersey den besten Start und sichert sich die frühe Führung. Rory McIlroy (NIR) liegt nach den ersten 18 Löchern weit zurück.

Nach und nach wird nun von Woche zu Woche das Teilnehmerfeld kleiner, ehe zum Abschluss der diesjährigen Saison im East Lake Club in Georgia nur noch die besten 30 der FedEx-Cup Wertung am Start sind und so den neuen Champion ermitteln.

Bo Van Pelt biegt gleich zum Auftakt im Ridgewood CC in die richtige Richtung ab. Der US-Amerikaner notiert auf seinen ersten drei Bahnen jeweils ein Birdie und gönnt sich danach eine lange Auszeit, ehe er zum Schluss der Runde plötzlich noch einmal das Gaspedal voll durchdrückt.

Zunächst spielt er sich auf der 16 an die Führenden heran und überholt mit einem Eagle auf der 17 diese sogar und setzt sich mit der 65 (-6) so an die alleinige Spitzenposition. Allerdings sitzen ihm mit Cameron Tringale, Hunter Mahan,Charles Howell III, Ben Martin, Brendon Todd, Jim Furyk (alle USA),Brendon de Jonge (ZIM) und Paul Casey (ENG) gleich acht Spieler bei nur einem Schlag Rückstand im Nacken.

Steigerung nötig

Rory McIlroy löste mit dem Triumph bei der PGA Championship Jimmy Walker(USA) als Führenden in der FedEx-Cup Wertung ab. Der US-Amerikaner führte das gesamte Jahr über, ehe der Nordire ihn mit seinen beiden Majortriumphen noch vor den Playoffs überholen konnte. Allerdings muss sich McIlroy am Freitag bereits gehörig steigern. Die Nummer 1 der Welt kommt zum Auftakt über die 74 (+3) nicht hinaus und rangiert nur auf dem 102. Platz, was ihn in ernsthafte Cutgefahr bringt.

>> Leaderboard: The Barclays

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Mit eigenen Worten

PGA CHAMPIONSHIP 2014 – REVIEW: Bernd Wiesberger äußert sich einerseits enttäuscht über den Finaltag, sieht aber auch viel Positives.

Nach kurzer Nachtruhe hat Bernd Wiesberger den nötigen Abstand zum Finaltag bei der PGA Championship gefunden, um seine Gedanken dazu in Worte zu kleiden: „Ich habe von Anfang an keinen guten Rhythmus gefunden. Das Ballstriking war nicht annähernd so gut wie an den Vortagen. Sowohl vom Abschlag wie auch bei den Schlägen ins Grün waren meine Schläge zu unpräzise und ich konnte mir keine wirklich guten Chancen herausarbeiten. Im Verlauf der Runde gelang es mir dann nicht mehr, Schlagverluste zu vermeiden.“

An der Seite von Rory McIlroy hatte Bernd nicht annähernd soviel Spaß wie am Tag zuvor mit Phil Mickelson: „Die Spielsituation war viel schwieriger als an Tag 3 weil die beiden Amerikaner vor uns auf einer Welle der Begeisterung schwammen und offensichtlich Druck ausüben konnten (Fowler und Mickelson). Ich empfand es als extrem schwül und klebrig. In keiner Phase des Finaltages konnte ich das positive Gefühl des Vortages wieder abrufen.“

Dennoch nimmt Wiesberger unvergessliche Eindrücke mit nach Hause, denn bereits das Erreichen des Schlussflights bei einem Major setzt einen neuen Meilenstein in Österreichs Golfgeschichte: „Bei der PGA Championship in der Spitze mitzumischen war für mich eine Bestätigung der intensiven Arbeit an meinem Spiel. Auch wenn anfangs die Enttäuschung überwog, so sehe ich rückblickend die Reise in die USA als positiv und lehrreich. Ich konnte viel an Erfahrung dazugewinnen und habe auch großen Zuspruch seitens der Fans und Medien erhalten“, sagte Bernd am Montag früh bei seiner Abreise aus Louisville.

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Bitterer Major-Sonntag

PGA CHAMPIONSHIP 2014 – FINAL: Bernd Wiesberger fehlt nach grandiosen Leistungen der Vortage der krönende Abschluss, er fällt auf Rang 15 zurück. McIlroy feiert seinen vierten Majorsieg.

Bernd Wiesberger kann am Finaltag der PGA Championship nicht mehr an die grandiosen Leistungen der letzten Tage anschließen und fällt im Valhalla GC mit birdleloser 74 (+3) auf Rang 15 zurück. Rory McIlroy (NIR) bleibt weiterhin unschlagbar und feiert in Louisville seinen vierten Majorsieg.

Mit einer starken 68 (-3) war Bernd Wiesberger in das letzte Major des Jahres gestartet, setzte am Freitag die zweite 68 (-3) drauf und ging so als geteilter 7. ins Wochenende. Die Sternstunde gelang ihm dann am Samstag. Im Flight der Massen mit Phil Mickelson (USA) behauptete sich Bernd Wiesberger mit der fehlerlosen 65 (-6), der besten Runde im Feld. Bei gesamt 12 unter Par verdiente er es sich als Zweiter, mit Rory McIlroy im Schlussflight auf die letzten 18 Löcher gehen zu dürfen.

Fehlende Präzision

Am Sonntag fehlt dann aber die Präzision, die das Spiel von Bernd an den ersten drei Tagen auszeichnete. Bereits zu Beginn hat er zu kämpfen um die Pars auf die Scorekarte notieren zu können. Des Öfteren verzieht er die Drives leicht, gerade genug um nicht am Fairway zu landen. Das größere Problem ist jedoch die Distanzkontrolle mit den Eisen, sonst seine Paradedisziplin, die bei den meisten Annäherungen um 10 Meter auf oder ab streuen .

Immer wieder gehen die Schläge aufs Grün übers Ziel hinaus und Bernd kann sich kaum zwingende Birdiechancen erarbeiten. Auf der 6, dem schwersten Loch des Platzes, erwischt es ihn dann erstmals. Er bringt sein 3er Holz nur links im Rough unter und hat von dort keine Chance das Grün zu erreichen. Der Chip danach bleibt etwas zu kurz und der Parputt rollt knapp am Loch vorbei.

Danach konsolidiert sich sein Spiel, allein Birdies wollen am Sonntag einfach keine gelingen. Immer wieder findet er zwar das Grün, liegt aber meist um die 10 Meter entfernt, und die Schläge am Kurzgemähten wollen am Finaltag einfach nicht im Loch verschwinden.

Platz für Platz abgerutscht

Auf Loch 12 reicht es dann erneut nicht um das Par zu notieren. Bernd liegt links neben dem Fairway und bringt das Eisen nur rechts vors Grün. Der schwere Chip über den Bunker gerät zu weit, was zwei Putts später das nächste Bogey perfekt macht. Auf der 15 geht’s dann von Bunker zu Bunker und plötzlich liegt der Reiters Hotels Pro bei 3 über Par und außerhalb der Top 10.

Zum Drüberstreuen lippt dann auch noch der Birdieputt auf der 18 aus und Bernd muss mit der birdiefreien 74 (+3) am Finaltag vorlieb nehmen. Mit dem 15. Platz verpasst Bernd auch die Chance eine neue Bestmarke in der Majorhistorie Österreichs aufzustellen. Markus Brier setzte im Jahr 2007 mit einem 12. Platz bei den Open Championship das bisherige Highlight.

An den ersten drei Tagen war Bernd Wiesberger sowohl bei den Fairwaytreffern, als auch bei der Greens in Regulation Statistik ganz vorne im Feld zu finden. Am Sonntag lässt er diese Präzision vermissen, was sich in dem Weltklassefeld unerbittlich rächt.

Werbung für Bernd und Golfland Österreich

Für seinen übers gesamte Turnier betrachtet fantastischen Auftritt, der ihn auch im Weltgolf weiter bekannt macht und unbezahlbare Werbung für das Golfland Österreich bringt, kassiert Wiesberger knapp 100.000 Euro Preisgeld, das ihn im Race to Dubai vom 44. auf den 34. Rang nach vorne bringt.

Weiter unschlagbar

Rory McIlroy bleibt auch in Kentucky unschlagbar. Nach den Open Championship und den Bridgestone Invitational holt sich der Nordire auch den Sieg beim PGA Championship und stemmt die Wanamaker Trophäe in die Höhe.

Dabei startete “Rors” alles andere als gut in den Sonntag. Auch er hat mit verzogenen Annäherungen zu kämpfen und verliert zu Beginn zwei Schläge. Dann aber gibt er der Runde den Turnaround, notiert auf der 7 ein Birdie und marschiert auf der zweiten Platzhälfte mit einem Eagle und zwei weiteren Birdies der Konkurrenz um einen Schlag davon. “In dieser Art und Weise zu gewinnen, von einem Rückstand zurückzukommen, das bedeutet mir eine Menge. Ich weiß nun, dass ich es mit allen aufnehmen kann und nach so einem harten Kampf am Ende als Sieger hervorgehe.”

Schlussendlich notiert er am Sonntag die 68 (-3), die bei gesamt 16 unter Par zum Sieg reicht. Phil Mickelson locht auf der 18 fast seinen Chip zum Eagle und geht so beinahe noch ins Stechen, der Ball rollt aber Zentimeter am Loch vorbei und “Lefty” muss sich nach der 66 (-6) mit dem Runner-up Finish zufriedengeben. Rickie Fowler (USA) teilt sich nach der 68 (-3) den 3. Platz mit Henrik Stenson (SWE) (66). Fowler beendet damit alle vier Majorturniere dieses Jahres in den Top 5.

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Unstoppable!

PGA CHAMPIONSHIP 2014 – 3. RUNDE: Bernd Wiesberger spielt am Samstag entfesseltes Golf und geht im Finalflight am Sonntag mit Rory McIlroy auf die letzten 18 Löcher im Valhalla GC.

Bernd Wiesberger setzt am Moving Day bei den PGA Championship im Valhalla GC neue Maßstäbe im österreichischen Golfsport. Der Burgenländer notiert die Tagesbestmarke von 65 Schlägen (-6) und geht bei nur einem Schlag Rückstand auf Rory McIlroy (NIR) mit dem Nordiren im Finalflight auf die letzten 18 Löcher. “So etwas hätte ich vor der Woche nicht erwartet, obwohl ich früh und gut vorbereitet hierherkam. Aber ich weiß, dass ich es auf draufhabe auf einer ganz großen Bühne mithalten zu können.”

“Es geht hier gerade ein absoluter Traum in Erfüllung. Allein, dass ich mit Phil Mickelson in einem Flight spielen kann ist sowas wie ein Kindheitstraum von mir. Er war und ist immer eines meiner größten Vorbilder im Golf,” meint er nach seiner Wahnsinnsrunde im Interview.

So etwas hat es in Österreichs Golfgeschichte bislang noch nicht gegeben. Bereits an den ersten beiden Tagen dreht Bernd Wiesberger in Kentucky richtig auf und geht als geteilter 7. ins Wochenende. Am Moving Day spielt der Reiters Hotels Pro dann entfesseltes Golf und sorgt dafür, dass nun auch die amerikanischen TV-Kommentatoren seinen Namen unfallfrei aussprechen können.

Im Flight der Massen – Bernd ist am Samstag mit dem US-amerikanischen Publikumsliebling Phil Mickelson unterwegs – fühlt sich der Oberwarter von Beginn an wohl und spielt unwahrscheinlich sicheres Golf. Ein ums andere Mal bringt er präzise Teeshots auf die Fairways und hat auch das Visier in Richtung Grün perfekt eingestellt.

Erste Birdies

So ist es nur eine Frage der Zeit, bis der erste Birdieputt den Weg ins Ziel findet, auf der 4 ist es so weit. Auch danach kommt der Pro aus Bad Tatzmannsdorf nie in die Verlegenheit ein Bogey notieren zu müssen. Noch vor dem Turn gelingt dann das zweite Birdie und Bernd klopft vehement an der absoluten Spitzengruppe an.

Auch auf den Back 9 gibt es keine Wackler, kein Verziehen und keine Unsicherheiten in allen Aspekten seines Spiels. Die Belohnung für die Traumperformance folgt. Die 12 spendiert ihm nach einer messerscharfen Annäherung sein insgesamt drittes Birdie.

Perfektes Finish

Was Österreichs Nummer 1 dann auf den letzten drei Löchern abbrennt, verdient das Prädikat Weltklasse. Auf der 16 passt die Annäherung auf nicht einmal einen Meter, was das nächste Birdie zur Folge hat. Ein Loch später haben die Massen dann schon den Eaglejubel auf den Lippen, die Annäherung am Par 4 bleibt aber doch noch an der Lochkante hängen. Das Birdie notiert er im Vorbeigehen.

Endlich kann er danach auch ein Par 5 in dieser Woche zu einem roten Eintrag überreden. Bernd entscheidet sich zur Attacke, verzieht aber erstmals am Samstag ein Eisen leicht und bleibt am geteilten Fairway auf der rechten Seite vor dem Grün hängen.

Was bleibt, ist ein difiziler Chip über den Grünbunker, den er aber fast zum Eagle locht. Zum dritten Mal auf den letzten drei Löchern ist das Birdie nur Formsache und er macht die 65 (-6) perfekt, die ihm den alleingen 2. Platz bei gesamt 12 unter Par einbringt.

Lange Zeit sieht es so aus, als könne er sich sogar mit Rory McIlroy die Führung teilen, der Nordire locht aber den doch längeren Birdieputt auf der 18 und liegt nach der 67 (-5) so bei insgesamt 13 unter Par alleine in Führung. Bernd wird am Sonntag mit der Nummer 1 der Welt im Finalflight der PGA Championship die letzten 18 Löcher in Angriff nehmen.

Ein neuer Maßstab

Bernd Wiesberger setzt mit der Traumwoche in Louisville neue Maßstäbe im österreichischen Golfsport. Bislang war das beste Ergebnis nach drei Runden ein 20. Platz vonMarkus Brier 2007 bei den Open Championship, mit Tiger Woods (USA) als Spielpartner am Moving Day. Beendet hat Brier das Major schlussendlich auf Rang 12, was nach wie vor das beste Ergebnis eines Österreichers bei einem Majorturnier darstellt.

Rickie Fowler (USA) lauert nach der 67 (-5) nur einen Schlag hinter dem Oberwarter auf Rang 3. Platz 4 teilen sich Phil Mickelson – er bringt ebenfalls die 67 (-5) zum Recording – und Jason Day (AUS), der die 69 (-2) notiert.

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